“Nachhaltigkeit ist eine Entwicklung, die die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt, ohne zu riskieren, dass zukünftige Generationen ihre eigenen Bedürfnisse nicht befriedigen können.”*

Nachhaltige Geldanlage bedeutet, in Unternehmen zu investieren, die sich den sog. ESG-Kriterien - Umweltschutz (= Environment), soziale Gerechtigkeit (= social) und langfristige Unternehmensführung (= Governance) verpflichten.

Die meisten Nachhaltigkeits-Indizes basieren auf klassischen Indizes, aber bereinigt um Unternehmen, die nicht den ESG-Kriterien für Nachhaltigkeit entsprechen. Durch diese Auswahl sind in den nachhaltigen Indizes deutlich weniger Unternehmen vertreten. Während der MSCI Europe 439 Unternehmen beinhaltet, enthält seine nachhaltige Variante, der MSCI Europe SRI, nur 116 Unternehmen (März 2019). 

Doch nachhaltig ist nicht gleich nachhaltig: Je nach Index kommen unterschiedliche ESG-Kriterien zur Anwendung. So schließt z.B. der MSCI SRI (Socially Responsible Investing)  Unternehmen aus (sog. negative screening), die in Verbindung mit Rüstung und Feuerwaffen, Alkohol und Tabak, Glücksspiel und Pornographie sowie mit Gentechnik stehen. Außerdem werden Unternehmen mit einem hohen ESG-Rating übergewichtet (sog. best-in-class Ansatz).
Einen etwas anderen Ansatz wählt der MSCI Europe ESG Screened Index. Dieser schließt Unternehmen aus, die im Bereich Rüstungsindustrie, Kohlekraft, Tabak und Fracking tätig sind und die nicht die U.N. Global Compact Prinzipien für nachhaltige Entwicklung anerkennen.  

*Weltkommission für Umwelt und Entwicklung der Vereinten Nationen

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